Anl├Ąsslich des 10-j├Ąhrigen Jubil├Ąums im Jahre 2008 hat Rainer Lernhardt, Schauspieler, Autor und Regisseur des Freudenst├Ądter Sommertheaters, einen R├╝ckblick verfasst. Hier ist sie, die Geschichte hinter den Geschichten - Vorhang auf...

ZEHN JAHRE FREUDENSTÄDTER SOMMERTHEATER von Rainer Lernhardt

1999 - Das Kalte Herz

Als Freudenstadt im Jahr 1999 sein 400-j├Ąhriges Jubil├Ąum feierte, waren im Vorfeld alle Gruppen und Vereine, sowie alle B├╝rger dazu aufgerufen Vorschl├Ąge, Ideen und Konzepte einzubringen, wie dieses Jubil├Ąumsjahr gestaltet werden k├Ânnte. Bei einer der vielen Versammlungen zu diesem Thema schlug Karen Arnold vor, auf dem Kienberg ein "Theater im Wald" zu machen. Zwei Jahre zuvor hatte sie "Das Kalte Herz" von Wilhelm Hauff als Freilichttheater in Simmersfeld gesehen und war sofort restlos begeistert. Der Vorschlag stie├č jedoch auf wenig Resonanz. So entschloss sich Karen Arnold, die das Projekt auf jeden Fall verwirklichen wollte, ihre Idee in Eigeninitiative umzusetzen. Lediglich die damalige Stadtr├Ątin Sybille Riege von der B├╝rgeraktion zeigte sich interessiert und bot ihre Unterst├╝tzung an. Auch Olfert Dorka, Karens Vater, stand uneingeschr├Ąnkt hinter dem Projekt und unterst├╝tzte den Traum seiner Tochter wo er nur konnte; nicht nur mit zahllosen Arbeitsstunden, sondern auch mit betr├Ąchtlichen finanziellen Zuwendungen.

       

Das Kalte Herz 1999

F├╝r die Regie wurde Paul Siemt verpflichtet, der "Das Kalte Herz" bereits 1997 in Simmersfeld inszeniert hatte. Nach vielen Schwierigkeiten, trotz immer neuer R├╝ckschl├Ąge und unter hohem Einsatz aller Beteiligten nahm das Ganze schlie├člich doch Gestalt an. Als das St├╝ck am 21. August Premiere feierte schlug es ein wie eine Bombe. Die Geschichte da spielen zu lassen, wo Hauff sie angesiedelt hatte, unter hohen Tannen mitten im Wald, nur ├╝ber einen Fu├čweg durchs Unterholz zu erreichen, war etwas ganz Besonderes. Es war Naturtheater pur, nicht nur sehen und h├Âren, auch riechen, schmecken, f├╝hlen. Bedingt durch enge Platzverh├Ąltnisse und schmale Wege konnten nur 150 Zuschauer pro Vorstellung eingelassen werden, am Ende der Spielzeit waren es ├╝ber 1600. Mehr als doppelt so viele wollten es sehen.

2000 - Das Kalte Herz

Da es im Jahr zuvor einen derart gro├čen Ansturm gegeben hatte, war schnell klar, dass man das Hauff-St├╝ck wiederholen w├╝rde. Ebenso klar war aber auch, dass die Familien Arnold und Dorka die Last der alleinigen Verantwortung nicht noch einmal schultern konnten. So kam es, dass die Stadt Freudenstadt in die Bresche sprang und die Rolle des Veranstalters ├╝bernahm, ein Gl├╝cksfall f├╝r alle Beteiligten. Regisseur Paul Siemt ersetzte die Darsteller, die aufh├Âren wollten durch neue und inszenierte das St├╝ck in bew├Ąhrter Manier und mit etwas gr├Â├čerer Gelassenheit als im ersten Jahr. Zwei Tage nach der Premiere gab es im Vorverkauf keine Karten mehr. Trotzdem pilgerten jeden Tag Dutzende Menschen auf den Kienberg in der Hoffnung, dass reservierte Pl├Ątze frei wurden oder jemand seine Eintrittskarte zur├╝ckgeben wollte. Eine Erwartung, die sich leider recht selten erf├╝llte.

2001 - Das Kalte Herz

Zum dritten Mal in Folge wurde der Publikumsrenner gespielt. Noch hatten Schauspieler und Musiker und Regisseur nicht genug vom Theaterspielen auf einer kleinen, fledermausumflatterten B├╝hne mitten im Wald, nicht genug von kalten N├Ąchten und w├Ąrmendem Kirschgeist. Vor allem aber hatte das Publikum noch nicht genug vom "Kalten Herz" auf dem Kienberg. W├Ąhrend einige Zuschauer das Gl├╝ck hatten, das St├╝ck ein zweites oder gar drittes Mal zu sehen, gelang es anderen wiederum nicht, eine der begehrten Karten zu bekommen, denn wie in den Jahren zuvor waren schnell alle Vorstellungen ausverkauft. Da zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass "Das Kalte Herz" nicht noch ein weiteres Jahr gespielt werden w├╝rde, lie├č man gegen Ende der Spielzeit mehr Zuschauer hinein, als urspr├╝nglich vorgesehen waren, eine Sache, die dem Theater nicht gut tat. Es verz├Âgerte die Auff├╝hrungen erheblich und die als "Reiseleitung" fungierenden Schauspieler hatten oft M├╝he, das Publikum w├Ąhrend des Spazierganges zusammen zu halten und alle auf den kleinen Trib├╝nen unterzubringen. In den ersten Jahren begann die Sommertheater-Saison viel sp├Ąter als heutzutage und dauerte zum Teil bis in den September hinein. Trotzdem mussten in drei Jahren "Kaltes Herz" von 37 Vorstellungen nur zwei witterungsbedingt ausfallen. Darunter - zum gro├čen Leidwesen des Ensembles - auch die allerletzte am 4. September 2001.

2002 - "Anna Zecher" - eine Hexengeschichte

Nach drei Jahren "Wilhelm Hauff - Das Kalte Herz" waren sich Regisseur und Schauspieler einig, dass es an der Zeit war, zu neuen Ufern aufzubrechen. Nicht nur mit einem neuen St├╝ck, sondern auch zu einem neuen Spielort, der schnell gefunden war: Das Kurhaus samt Vorplatz und Kurgarten.

Paul Siemt und das Ensemble des Sommertheaters entwarfen die Geschichte der Heilkundigen Anna Zecher, die 1602 mit ihrer Familie nach Freudenstadt zieht. In einer Zeit, in der fast ├╝berall in Europa die Scheiterhaufen brennen, ger├Ąt sie schnell in den Verdacht, mit dem Teufel im Bunde zu sein. In einem spektakul├Ąren Prozess wird sie als Hexe ├╝berf├╝hrt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

       

Von Anfang an war klar, dass man der Ernsthaftigkeit des Themas eine leichte, wenn nicht gar heitere Komponente entgegensetzen musste. Dies gelang einerseits durch die gro├čartige Musik von Susan Jones, andererseits durch die Darstellung eines mittelalterlichen Jahrmarktes mit Marktfrauen, Gauklern und allerlei Possenspiel, sowie durch die Schaffung einer zweiten Zeitebene, in der eine Handvoll Studenten der Gegenwart versucht, die wahre Geschichte der Anna Zecher zu erforschen. Am Ende des St├╝ckes ├╝berschneiden sich die beiden Zeitebenen und Anna Zecher wird durch die Studentengruppe vom bereits brennenden Scheiterhaufen gerettet. In einem gro├č angelegten Finale zog das ganze Ensemble singend vom Kurgarten auf die Kurhausterrasse und verabschiedete sich mit dem gro├čartigen Schlusschor "Ach was wollt ihr tr├╝ben Sinnen".

2003 - "Anna Zecher" - eine Hexengeschichte

Aufgrund der positiven Resonanz entschloss man sich im Folgejahr "Anna Zecher" noch einmal zu spielen, mit einigen Umbesetzungen und leichten ├änderungen in der Inszenierung. Der Sommer 2003 war extrem trocken und sehr hei├č, wie geschaffen f├╝r ein Freilichttheater.

In der gesamten Spielzeit gab es keine nennenswerten Niederschl├Ąge. Trotzdem blieb die Zuschauerzahl erstmals hinter den Erwartungen zur├╝ck und am Ende der Saison stand ein gro├čes Minus in der Bilanz.

2004 - "Wie es uns gef├Ąllt" - Liebesgeschichten aus dem Schwarzen Wald

Die Spielzeit 2004 war aus mehreren Gr├╝nden au├čergew├Âhnlich. Das Konzept, das Paul Siemt entwickelt hatte, sah vor, Fragmente aus den beiden Shakespeare-St├╝cken "Ein Sommernachtstraum" und "Wie es euch gef├Ąllt" in eine neuzeitliche Kom├Âdie einzubetten. In einem fiktiven Schwarzwalddorf erleben die Protagonisten um den gl├╝cklosen Dichter Sch├╝ttelbier (!) H├Âhen und Tiefen der zwischenmenschlichen Beziehungen. Als sich Regisseur und Schauspieler im Januar zur ersten Probe trafen existierte au├čer Shakespeares Original-Passagen noch keine einzige Zeile des neuen St├╝ckes. Also wurden Arbeitsgruppen gebildet, um die einzelnen, zun├Ąchst nur angedachten Szenen zu gestalten und mit Texten zu f├╝llen. So entstand nach und nach ein verwirrendes, shakespearehaftes Possenspiel um Liebeslust und Liebesleid.

       

Da das St├╝ck am Ende recht lang geriet, wurde erstmals in die Vorstellungen eine 15-min├╝tige Pause eingef├╝gt. Eine Praxis, die sich jedoch nicht bew├Ąhrt hat. Zudem wich man vom Konzept des "Theater-Spaziergangs" ab und inszenierte das St├╝ck auf einer einzigen, festen B├╝hne. Au├čerdem wurde eine gro├če Zuschauertrib├╝ne, die 400 Besuchern Platz bot, angemietet und im Kurgarten aufgestellt.

Die Spielzeit 2004 war witterungsm├Ą├čig die schlimmste in all den Jahren. Der August war sehr k├╝hl und von 14 Vorstellungen waren nur 5 regenfrei. Es erwies sich als Gl├╝cksfall, dass die Trib├╝ne komplett ├╝berdacht war, und die Zuschauer zwar manchmal frierend, aber doch trocken, die Vorstellungen erleben konnten. Die Darsteller auf der B├╝hne agierten allerdings v├Âllig im Freien, was ihnen oft gro├čes Durchhalteverm├Âgen abverlangte. Denn an so manchem Abend wurde trotz Dauerregen tapfer zu Ende gespielt.

2005 - "Tatort Freudenstadt" oder Der erste Kurgast

In der folgenden Saison besann man sich darauf, wieder verst├Ąrkt einen realen Bezug zu Freudenstadt in das Sommertheater einflie├čen zu lassen. So entstand das St├╝ck "Tatort Freudenstadt - oder der erste Kurgast", eine Kriminalkom├Âdie, geschrieben und inszeniert von den beiden Regisseuren Paul Siemt und Peter H├Âfermayer. Es lie├č die glorreiche Zeit der Freudenst├Ądter "Luftkur" noch einmal aufleben und beschrieb die Widrigkeiten und Widerst├Ąnde, die es zu ├╝berwinden galt, bevor die ersten "Luftschnapper", wie man die Kurg├Ąste anfangs nannte, nach Freudenstadt kommen konnten. So traten in dem St├╝ck nicht nur der gro├če Vision├Ąr und damalige Schulthei├č Alfred Hartranft auf, sondern auch viele seiner Zeitgenossen, wie der stadtbekannte Dichter Karl Feigenbaum, die Hoteliersgattinnen Luz, Laufer und Huppenbauer, Kaplan Fred O'Brian und andere. Um die Geschichte noch interessanter zu machen, wurde sie in einen fiktiven Kriminalfall eingebettet, in dem immer wieder dieselbe Leiche auftaucht und mindestens vier Personen als M├Ârder in Frage kommen.

       

Das Ganze wurde wieder als Theaterspaziergang angelegt. Er begann auf dem Platz vor dem Kurhaus, danach wurde das Publikum ins Kurtheater gef├╝hrt und anschlie├čend ├╝ber verschiedene Stationen im Freien zu einer B├╝hne in der Wandelhalle des Kurgartens.

2006 - "Tatort Freudenstadt" oder Der erste Kurgast

Nach vier Jahren kehrte man dem Kurhaus als Spielort den R├╝cken und inszenierte wieder auf dem Kienberg, wo man schon in den ersten drei Jahren gro├če Erfolge feiern konnte. Noch einmal wurde der "Tatort" aufgef├╝hrt, angepasst an die landschaftlichen Gegebenheiten. Manche Schauspieler und Musiker verlie├čen die Truppe, andere kamen dazu. Obwohl das gleiche St├╝ck noch einmal gespielt wurde, war die Akzeptanz gro├č, was nicht zuletzt am besonderen Flair des Spielortes lag.

2007 - "Theresa" - eine Freudenst├Ądter Tr├╝mmergeschichte

Im Jahr 2007 beschritt das Sommertheater wiederum neue Wege, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Rainer Lernhardt, seit dem Jahr 2000 als Schauspieler beim Sommertheater, schrieb dem ├╝ber 30-k├Âpfigen Ensemble ein St├╝ck auf den Leib, das einen engen Bezug zu Freudenstadt hatte. Angesiedelt im Jahr 1947, als die gesamte Innenstadt noch immer zerst├Ârt war, erz├Ąhlt es die Geschichte der achtj├Ąhrigen Theresa Landecker. Als das M├Ądchen eines Tages vom Spielen zwischen den Tr├╝mmern nicht nach Hause kommt, beginnen schnell die ├╝blichen Verd├Ąchtigungen und Schuldzuweisungen. Die folgenden drei Tage beleuchten die Lebensumst├Ąnde der Freudenst├Ądter Bev├Âlkerung in der ausgebrannten Stadt; sie zeigen aber auch, dass angesichts von Hunger, Wohnraumnot und pers├Ânlichen Verlusten das Verschwinden eines Kindes nicht bei Jedem Betroffenheit und Sorge ausl├Âst.

Zum ersten Mal seit Bestehen des Sommertheaters f├╝hrte nicht Paul Siemt Regie, sondern sein Kollege Peter H├Âfermayer, der diese Aufgabe mit gro├čem Engagement anging und sie mit Bravour meisterte.

       

Gespielt wurde auf einer gro├čen B├╝hne im Hof der Christophorus-Schule. Zuvor f├╝hrte der obligatorische Spaziergang die Zuschauer auf den benachbarten Bauhof. Zur Einstimmung wurden dort zwischen Schutt und "Tr├╝mmerbergen" kleine Szenen und Bilder aus der Nachkriegszeit gezeigt. Um keine Vorstellung witterungsbedingt ausfallen zu lassen, wurde das St├╝ck mitten in der Spielzeit zeitweilig ins Kurhaus verlegt. Mit erheblichem logistischem Aufwand wurde im Kurtheater f├╝nfmal eine sogenannte "Regenfassung" gespielt.

Mehr als 3.500 Besucher sahen das St├╝ck, am Ende mussten viele abgewiesen werden, da es keine Karten mehr gab.

2008 - Das Kalte Herz

Zum Jubil├Ąum nun also wieder der Klassiker unter den Sommertheaterst├╝cken. F├╝r Zuschauer und Akteure gleicherma├čen die Gelegenheit, die Fabel von Missgunst und Neid und vom Reichtum um jeden Preis neu zu entdecken, wieder zu entdecken. Wie kein anderes passt dieses Werk von Wilhelm Hauff auf Freudenstadts Kienberg. Und in der zehnten Spielzeit gilt dasselbe wie in der allerersten: Schauspieler und Regisseure treten einen Schritt zur├╝ck und verneigen sich vor den wahren Hauptdarstellern dieses St├╝ckes:

       



Den mondbeschienenen Wiesen in der Abendd├Ąmmerung, dem dunklen, dichten Wald und den m├Ąchtigen Schwarzwaldtannen, unter denen das Spiel der Menschen manchmal so klein und verloren wirkt.

An dieser Stelle endet die R├╝ckschau auf 10 Jahre Sommertheater. Nun sind weitere 8 Jahre ins Land gegangen und wir schreiben das Jahr 2016. Mit dem Jahr 2008 ist die Geschichte des Freudenst├Ądter Sommertheaters ja l├Ąngst nicht zu Ende - im Gegenteil, sie ging und geht weiter.

2009 - Nach Amerika

       

Wieder eine neue Geschichte f├╝r das Freudenst├Ądter Publikum. Diesmal waren die Verbindungslinien zur hiesigen Gegend die Schwarzw├Ąlder Dorfgeschichten von Berthold Auerbach. Der Viereckig oder die amerikanische Kiste bildete die Grundlage f├╝r das St├╝ck, das Peter H├Âfermayer in Szene setzte. Diesmal wieder im Kurhaus, genauer im Kurgarten. Das Publikum str├Âmte und lie├č sich nach Amerika entf├╝hren.

2010 - R├Ąuber

       

Ein Volltreffer wurde mit den R├Ąubern im 2010 gelandet. Im und um das ehemalige Grandhotel Waldlust waren sie unterwegs die finsteren Gestalten um den "sch├Ânen Fritz", ihrem R├Ąuberhauptmann. Viele kamen und schwelgten in Erinnerungen beim Durchschreiten der R├Ąumlichkeiten des einst so renomierten Hotels mit seiner bei den Freudenst├Ądter beliebten Zwitscherstube.

2011 - Schwarzwaldglocken

       

Mit den Schwarzwaldglocken, diesmal wieder im Kurhaus, hat das Freudenst├Ądter Sommertheater, um es freundlich zu formulieren, sicherlich keinen gro├čen Wurf gelandet. Das St├╝ck, von Peter H├Âfermayer inszeniert und auf Freudenstadt umgeschrieben, blieb weit hinter den Erwartungen zur├╝ck und damit auch der Zuspruch des Publikums. Am Ende dieser Spielzeit hatte man trotzdem Grund zur Freude: es wurde nach jeder Vorstellung Geld f├╝r einen guten Zweck gesammelt und so konnte eine ansehnliche Summe an die Aktion "Ein Herz f├╝r Kinder" gespendet werden.

2012 - Fuchskarle

       

2012 war eine Z├Ąsur in jeder Beziehung. Die Zusammenarbeit mit Peter H├Âfermayer wurde nicht mehr fortgef├╝hrt und auch Paul Siemt stand nicht f├╝r die Regie zur Verf├╝gung. Nach 12 Jahren sollte das Sommertheater neuen Schwung mit neuer Regie bekommen. Marion Sch├Ąuble inszenierte den "Fuchskarle" nach der Erz├Ąhlung "Liebe in Freudenstadt" aus dem Tagebuch des Flaschnergesellen Karstens" von Wolfgang Altendorf. Gespielt wurde wieder auf dem Kienberg. Aber auch dieser Versuch scheiterte. Der Funke wollte nicht ├╝berspringen und so stand am Ende der Spielzeit 2012 ein gro├čes Fragezeichen. Wie soll es weitergehen mit dem Sommertheater und mit wem als Regisseur?

2013 fand erstmals kein Sommertheater statt. Dieses Pausenjahr sollte dazu genutzt werden, die Weichen f├╝r einen neuen Anlauf an einem neuen Spielort zu stellen. Das Sabbatjahr wurde genutzt und welch gl├╝ckliches H├Ąndchen alle Beteiligten dabei bewiesen, wurde ein Jahr sp├Ąter offenbar.

2014 - Die Silbermine

       

Das Freudenst├Ądter Sommertheater fand mit der "Silbermine" zur├╝ck in die Erfolgsspur. Als Gl├╝cksfall erwies sich dabei der Spielort beim B├Ąrenschl├Âssle im Christophstal. Das Publikum str├Âmte ins Tal zu F├╝├čen Freudenstadts, um die Geschichte der Bergleute und ihre Verwicklungen in eine spannende und mysteri├Âse Kriminalgeschichte zu sehen. Rainer Lernhardt und Thomas Fischer hatte als Regieduo ganze Arbeit geleistet.

2016 - Alles Gl├╝ck der Welt

Die Spielzeit 2016 war gepr├Ągt vom neuen Regiesseur J├╝rgen von B├╝low, der kein Unbekannter in Theaterkreisen ist. Er hatte das Buch zum St├╝ck geschrieben und er hatte die Inszenierung an einen wohlbekannten Ort verlegt, ins ehemalige Schlo├čhotel Waldlust. Das gut zwanzig Schauspielerinnen und Schauspieler umfassende Ensemble hatte zusammen mit J├╝rgen von B├╝low wieder einmal ein glanzvolles Sommertheater auf die B├╝hne gebracht!

  

So schlie├čt dieser kleine R├╝ckblick mit einem Ausblick auf das Theaterjahr 2018:
wir sind alle, ebenso wie Sie, sehr gespannt, wohin die Sommertheaterpfade f├╝hren werden...







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